Wirtschaftswunder David Beckham
von: Frank
Vielleicht hat Uli Hoeneß diese Auswertung auch gelesen und deshalb sein Festgeldkonto mal angezapft und ordentlich Kohle für neue Topleute rausgehauen.
Bei Transfersummen von 30, 40 oder 50 Millionen Euro + Gehälter ist doch meistens der erste Gedanke, dass die Kohle kein Spieler mehr für den Verein einspielen kann, dass sich ein solches Investment für einen Verein aber auch mehr als lohnen kann hat Deloitte bei einer Studie, die sie um Auftrag von Real Madrid erstellt haben, vorgerechnet.
Allein in den ersten 6 Monaten soll Real Madrid weltweit eine Millionen David Beckham T-Shirts mit der Nummer 23 verkauft haben. In den ersten zwei Jahren nach seiner Verpflichtung sollen die Merchandising Einnahmen von Real Madrid um 60% und die Sponsoreneinnahmen um 137% gestiegen sein. Insgesamt soll er in den vier Jahren bei Real Madrid 440 Millionen Euro Zusatzeinnahmen für den Club generiert haben. Nicht schlecht!
Aber auch seinen persönlichen Marktwert hat David Beckham in den vier Jahren fast vervierfacht. Als er damals von Manchester United zu Real Madrid gewechselt ist, lag sein Marktwert bei 90 Mio. Euro, aktuell wird er auf 350 Mio. Euro geschätzt. Noch mal: Nicht schlecht!
Natürlich ist David Beckham genauso wie auch Real Madrid ein Extrembeispiel und ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein anderer Spieler soviel Zusatzeinnahmen für einen Verein generieren kann, aber es zeigt, dass bei geschickter Vermarktung auch sehr teure Spieler für einen Verein durchaus lukrativ sein können, ohne jeden Titel holen zu müssen.
Quelle: Die Presse

Diese Zahlen hatte ich schon ein Jahr nach dem Wechsel Beckhams gelesen. Hauptmarkt für Real war damals Japan/Asien, weil Beckham dort wohl ein echter Gott ist. Wie du richtig bemerkst klappt das bei drei, höchstens vier Spielern weltweit, die sich durch mehr auszeichnen als guten Fußball. Nämlich durch eine echte Marke. Kaka gehört zum Beispiel nicht dazu, weil er zwar der beste Fußballer der Welt ist, aber ansonsten weitgehend unauffällig. Ronaldinho dagegen schon, weil er das Surfer-Leichtfuß-Spaßfußballer-Image hat. Zidane hat dazu gezählt. Sonst fällt mir auf Anhieb keiner ein, der außerhalb der spielerischen Leistung Merchandising-Einnahmen garantiert.
Cristiano Ronaldo könnte noch so einer werden. Der hat jetzt schon regelmäßig seinen Platz in englischen Lifestyle-Magazinen sicher.
Ja ja und ich dachte bislang immer, dass Beckham der überbezahlteste Fussballer ever ist. Aber Merchandise ist anscheinend wichtiger und lukrativer für Fussballvereine als gehaltsentsprechende Leistungen auf den Fussballplatz.
[...] Letzte Woche hatte ich hier vom Wirtschaftswunder David Beckham, der bei seiner Zeit bei Real Madrid 440 Millionen Euro an Zusatzeinnahmen für den Club generiert haben und seinen persönlichen Marktwert in dieser Zeit von 90 Millionen auf 350 Millionen Euro gesteigert haben soll, berichtet [...]