Schiedsrichter bevorzugen Heimmannschaften
von: Frank

Dr. Peter Dawson
Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern der Universities of Bath. Es wurden 2.660 Premier League Spiele von der Saison 1996/97 bis 2002/03 ausgewertet.
Demnach werden die Gastmannschaften häufiger mit gelben und roten Karten bestraft.
Die Aggressivität von Heimmannschaften scheint bei größerem Publikum zu steigen.
Die sogenannten “Underdogs” werden häufiger bestraft als die Top-Teams.
Die Anzahl der Strafen ist in Spielen zwischen ausgeglichen Mannschaften, Spielen mit hoher Aufmerksamkeit und gegen Ende der Saison höher.
Es gibt keine Anzeichen, dass die Fernsehübertragung von Spielen das Verhalten der Mannschaften und Schiedsrichter verändert/beeinflusst.
Die Schiedsrichterentscheidungen können das Spielergebnis beeinflussen (das hätte ich nicht gedacht) und schwerwiegende finanzielle Konsequenzen für den Verein bedeuten.
Ich habe mir zwar keine 2.660 Bundesliga Spiele zur Analyse angesehen, aber ich denke die Ergebnisse der Studie kann man auch auf die Bundesliga übertragen. Was meint ihr?

Sehe ich genau so. Vor einigen Jahren war es doch ganz offensichtlich, dass Kaiserslautern auf dem Betzenberg bevorzugt wurde.
Für die Ergebnisse kann es auch andere Erklärungen geben: Underdogs können (wie es der Name schon sagt) spielerisch nicht mit Favoriten mithalten. Deswegen müssen sie aggressiver und körperbetonter spielen. Jede Mannschaft spielt auswärts in der Regel defensiver als zuhause, ergo hat der Gegner häufiger den Ball, spielt mehr Angriffe und so bieten sich mehr Gelegenheiten für Fouls.
Fußball ist zu komplex für einfache Erklärungen
@Holger
Sicherlich gab es Schiedsrichter, die sich von der Atmosphäre auf dem Betze haben beeindrucken lassen.
@Dülp
Besonders bei den Underdogs stimme ich dir zu. Trotzdem denke ich, dass manche Schiedsrichter sich vom Publikum beeinflussen lassen. Sind ja auch nur Menschen.