Geldbeschaffung in der Bundesliga
von: Eric
“Wir wollen doch alle nur Euer Bestes”
Dieser Spruch erinnert mich an die Praktiken der Bundesligaklubs an noch mehr Geld zu kommen. Denn Sie wollen alle wirklich nur unser bestes. Unser Geld.
Da ausländische Vereine andere Arten der Finanzierung haben wie unsere Bundesligisten wird ständig auf hohem Niveau gejammert. Denen ginge es doch allen besser, weil die doch viel mehr Geld hätten und deshalb bessere Spieler kaufen könnten.
Um diesem Trugschluß weitere Nahrung zu geben werden ständig neue Geldquellen erarbeitet.
Das Fernsehen, die goldene Kuh, soll natürlich viele Hundert Millionen beisteuern, weil das im Ausland ja auch klappt. Nur wie soll das gehen? Premiere, pardon, Sky hat 2,5 Millionen Abonenten. Diese werden sogar gezwungen Packete zu buchen, die sie nicht wollen. Trotzdem macht Sky Verlust. Also kein Goldesel.
Die Sportwetten. Die EU hat das Sportwetten-Monopol gekippt. In Zukunft wird Oddset nicht mehr der einzige Anbieter von Wetten sein. Ich habe heute gelesen, dass durch dieses Monopol, in der Vergangenheit, hunderte von Millionen verloren gegangen wären. Allein mir fehlt der Glaube. Bedenkt man, dass die durchschnittlischen Bundesligisten zwichen zwei und sechs Millionen Trikotwerbung kassieren, man pro Saison dann vielleicht drei bis vier Vereine haben wird, die überhaupt als Partner in Frage kämen, sind das im Jahr, 4×4, sagen wir mal 16 Millionen mehr im Pott. Reißt auch nichts. Damit kann man immer noch keinen Christiano Ronaldo kaufen.
Nächste Kuh.
Toppzuschläge. Es gibt eine hitzige Diskussion über den Preisauflschlag der Schalker im Derby gegen Dortmund. Alle regen sich auf, aber warum? Es tun doch alle! Was von Dortmunder Seite an Stimmung gemacht wird in Sachen Fanboykott finde ich albern. Das Produkt ist so viel Wert, wie jemand bereit ist zu zahlen. Es müssten jedoch ALLE Fans bei einem Topzuschlag zu Hause bleiben. Nur dann kann man was erreichen. Die Dortmunder kämpfen jedoch alleine gegen Windmühlen. Es wird nichts ändern, solange es noch Käufer von Tickets gibt.
Bayern wehrt sich, wie ich finde berechtigt, dagegen, die Spieler das ganze Jahr zahlen zu müssen, dann an die Nationalmannschaft abtreten zu müssen und verletzt zurückzubekommen. Wie im Falle Robben geschehen.
Die Problematik kann ich nachvollziehen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die FIFA ein Wirtschaftsunternehmen ist, dem es ebenfalls um Gewinnmaximierung geht. Die werden nichts tun, was Geld kostet. Eher wird Bayern München von der FIFA aus allen Wettbewerben ausgeschlossen, als dass ein Verein eine Entschädigung für seine abgestellten Nationalspieler bekommt.
Wie kann man das Dilemma lösen? Da die Einnahmenseite (die Stadien sind voll, daher kommt da auch nichts mehr her), nicht mehr schröpfen kann muß man eben etwas an den Ausgaben machen!
Liebe Bundesligisten, hier meine Vorschläge.
Feuert weniger Trainer damit Ihr Ablöse spart, kauft klüger und frühzeitiger ablösefreie Spieler! Fördert die Jugend! Hier sind die Beispiele Schweinsteiger, Thomas Müller, Badstuber zu nennen. Alles Spieler die aus der eigenen Jugend kamen und irgenwann für viel Geld verkauft werden.
Einigt Euch auf eine Gehaltsobergrenze! Macht mehr Werbung in Asien, denn die sind verrückt auf das Produkt Bundesliga! Es gibt so viel zu tun. Tut es!
