Effenberg, Kahn, Basler? – Gibt es heute noch echte Typen im Fußball?
von: Christian
Auf der Grundlage des Kommentars von einem User unter dem letzten Blogbeitrag beleuchtet der heutige Beitrag die Frage, was “echte Typen” im Fußball ausmacht und vielmehr, ob diese noch benötigt werden.
Der professionelle Fußball ist in den Letzten viel dynamischer geworden. Während das Spiel immer schneller und spritziger wird, sind auch die taktischen Ansprüche an den Spieler enorm gestiegen. Zudem gibt es immer weniger „Leader“, die Verantwortung im Team wird auf mehreren Schultern verteilt. Außerdem haben die Spieler wesentlich weniger Freiheiten als in vergangenen Tagen. Verhaltensregeln begrenzen den Raum ihrer Möglichkeiten und führen dazu, dass viele Spieler nach außen hin “gleich” wirken und selten ihre Meinung äußern können/wollen. Aufgrund der vielen äußeren Einwirkungen auf die Spieler wirken diese nicht selten psychisch angespannt oder dünnhäutig. Laut BVB-Trainer Jürgen Klopp werden echte Typen heutzutage nicht mehr gebraucht.
Doch tun einer Mannschaft nicht solche Typen gut, die bei einem Rückstand mit breiter Brust vorangehen, kein Blatt vor den Mund nehmen und mit völliger Identifikation die Vereinsziele verfolgen? Sind diese Spielertypen, die alles dem Erfolg unterordnen und auch außerhalb des Platzes durch ihre Präsenz sowohl im positiven als auch negativen Sinne auffallen, können bereits ausgestorben? Mit Blick nach Europa und der Fokussierung auf Spielertypen wie Wayne Rooney oder Kevin-Prince Boateng erscheint die Antwort klar; echte Typen werden immer weniger, aber es gibt sie noch. Bleibt zu hoffen, dass sich auch in Zukunft „echte Kerle“ herauskristallisieren, mit denen sich die Fans identifizieren können und die den Zuschauern neben gutem Fußball auch Unterhaltung auf und außerhalb des Platzes bieten können.
