Der Gefoulte sollte nicht selbst schießen

von: Frank

Alle, die diesen Satz von den Fussball-Moderatoren vor einem Elfmeter nicht mehr hören können, sollten jedem Moderator der diesen Satz rauslässt, demnächst die von der Martin-Luther Univerisität veröffentliche Studie zukommen lassen.

Die Forscher der MLU haben alle Bundesliga-Foulelfmeter von August 1993 bis Februar 2005 (insgesamt 835 Elfmeter) untersucht und sind zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen. Es ist wurscht, ob der Gefoulte selbst oder einer seiner Mitspieler den Elfmeter schießt, drei von vier Elfmeter sind drin.

Von den 835 untersuchten Elfmetern wurden 102 Elfmeter vom Gefoulten selbst geschossen und mit einer Erfolgsquote von 73% verwandelt.  Die Erfolgsquote bei den anderen 733 Elfmetern, die von einem Mitspieler geschossen wurden, lag bei 75%. Die Differenz von 2% hält der Forscher Oliver Kuß für zufällige Schwankung.

“Dieser Unterschied liegt im Rahmen der zufälligen Schwankung und lässt nicht auf einen echten Effekt schließen.”

Interessant finde ich die Tatsache, dass jüngere und unerfahrene Spieler häufiger zum Punkt gehen, wenn sie selbst gefoult wurden, als die älteren Spieler.

Ich vermute, wenn diese jungen Spieler dann irgendwann den ersten Elfer, den sie als Gefoulter selbst ausführen, verschießen, kommt ihnen diese alte Fussballweisheit in den Sinn und danach lassen sie es, weil dieser Satz ihnen das Selbstvertrauen nimmt.

Quelle: Martin-Luther Universität 

1 Kommentare

  1. Fritten, Fussball & Bier am 20.04.2007

    Fusball-Blog Wochenschau KW 16…

    Und schon wieder ist eine Woche rum, in der Bundesliga geht es jetzt in die Endphase im Kampf um die Meisterschaft, um ChampionsLeague Plätze aber auch um den Abstieg. Es wird also spannend, aber auch in der Fussball-Blogger-Szene war diese Woch…

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